Gefahren im Netz: Meinungsfreiheit muss mit Grenzen und Regeln verbunden sein

 

(djd). Das in Artikel 5 des Grundgesetzes beschriebene Grundrecht auf Meinungsfreiheit gehört zu den wichtigsten Gütern eines freien und demokratischen Staates: Ohne Meinungsfreiheit kann es keine Demokratie geben. Das bedeutet aber, dass nicht alle die gleiche Meinung haben müssen und dass man dies tolerieren muss. Hier zeigt sich, wie wichtig eine faire und respektvolle Debattenkultur ist – vor allem auch im Internet. Gefahren im Netz:

 

Gefahren im Netz
Soziale Netzwerke können Spaß machen und das Leben bereichern, wenn man dort respektvoll miteinander umgeht.
Foto: djd/www.teachtoday.de

 

Verstöße gegen Dialogregeln müssen geahndet werden

*
Insbesondere die fehlende Mimik und Gestik können zu Missverständnissen führen, was nicht regelkonformes Verhalten zur Folge haben kann – von verbalen Beleidigungen, kommentarlosen Dislikes bis hin zu anonymen Hasskommentaren. Gibt es klare Dialogregeln auf digitalen Plattformen, so wird auch hier ein Verstoß mit Konsequenzen geahndet werden, etwa mit der Löschung von Beiträgen, der Verwarnung des Nutzers, der Isolierung oder sogar dem Ausschluss oder der Anzeige der Person. Grundsätzlich bieten Netzdebatten gute Möglichkeiten zum fairen Austausch von Argumenten. Denn sie finden weltweit vernetzt, zeitlich unbegrenzt in Bild, Video, Ton und Text sowie in offenen wie geschlossenen Nutzergruppen statt. Doch wie können solche Diskussionen fair geführt werden?

 

Bildungsinitiative fördert faire Debattenkultur

Eine demokratische Debattenkultur lebt vom gegenseitigen Respekt. Auch im Netz. Mit der digitalen Diskussionskultur beschäftigt sich etwa Teachtoday, die Bildungsinitiative der Deutschen Telekom zur Förderung der sicheren und kompetenten Mediennutzung für Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren. Speziell zum Thema Netzdebatten wurde ein Themendossier entwickelt, zu finden ist es unter www.teachtoday.de. Neben Hintergrundinformationen, Videobeiträgen, einem Online-Workshop und einer Projektidee stehen auf dem Portal hilfreiche Tipps und Regeln zum Diskutieren im Netz. Einige wichtige Tipps und Regeln sind zum Beispiel:

Respektvoll bleiben: Verbale Beleidigungen und respektlose Wortäußerungen sind für eine konstruktive Diskussion nicht angebracht.

Perspektive wechseln: Ein Perspektivwechsel eröffnet mitunter eine neue Sichtweise auf das Thema und ist förderlich für ein besseres Verständnis.

Sich einmischen: Bei Beleidigungen nicht wegschauen. Wenn sich alle sagen „Die anderen werden schon eingreifen“, wird niemand etwas tun.

Haltung zeigen: Hierbei geht es um eine generelle positive und wertschätzende Sprache und Argumentation. So kann man sich überall im Netz selbstbestimmt und proaktiv in die Diskussion einbringen.

Hasskommentare melden: Diese können direkt beim Plattformanbieter gemeldet werden. Eine weitere Option ist, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

 

Gefahren im Netz
Junge Menschen, die alltäglich in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, können und sollten für ein respektvolles Miteinander im Netz sensibilisiert werden.
Foto: djd/www.teachtoday.de

 

*
Das in Artikel 5 des Grundgesetzes beschriebene Grundrecht auf Meinungsfreiheit gehört zu den wichtigsten Gütern eines freien und demokratischen Staates. Dabei muss man es aber tolerieren, dass nicht alle die gleiche Meinung haben. Hier zeigt sich, wie wichtig eine zivilisierte Debattenkultur ist – vor allem auch im Internet. Denn die fehlende Mimik und Gestik können zu Missverständnissen führen, was nicht regelkonformes Verhalten zur Folge haben kann – von verbalen Beleidigungen, kommentarlosen Dislikes bis hin zu anonymen Hasskommentaren. Mit einer respektvollen digitalen Diskussionskultur beschäftigt sich etwa Teachtoday, eine Initiative der Deutschen Telekom, mehr Infos unter www.teachtoday.de**. Die Initiative hat Tipps und Regeln zum besseren Debattieren zusammengestellt.