Aktuelle Umfrage: Bundesbürger sind sich der wachsenden Cyberrisiken bewusst

(djd). Die Angriffe durch Cyberkriminelle nehmen weiter zu und werden immer raffinierter. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Zahl der Schadprogramme 2018 erneut drastisch gestiegen, sogar Herzschrittmacher und Beatmungsgeräte können Kriminelle hacken und umprogrammieren. Fast schon alltägliche Gefahren sind Phishing-Mails, Fakeshops und gehackte Online-Shopping-Accounts: Tatsächlich schätzen 59 Prozent der Deutschen das Risiko hoch ein, dass ihre persönlichen Daten ausgespäht werden. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Roland Rechtsschutz. Mehr als jeder Zweite erachtet die Gefahr als hoch, dass sein Account in sozialen Netzwerken oder sein E-Mail-Account gehackt werden. Fast ebenso viele machen sich große Sorgen um die Sicherheit ihres Accounts bei Online-Marktplätzen oder -Versandhändlern. Und 46 Prozent befürchten, dass Daten vom PC oder Smartphone in öffentlichen WLAN-Netzwerken ausgelesen werden könnten.

 

Der Umgang mit Smartphone und Tablet ist für die meisten Bundesbürger inzwischen alltäglich - genauso allgegenwärtig sind allerdings auch die Gefahren durch Cyberkriminalität.
Der Umgang mit Smartphone und Tablet ist für die meisten Bundesbürger inzwischen alltäglich – genauso allgegenwärtig sind allerdings auch die Gefahren durch Cyberkriminalität.
Foto: djd/Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG/Andrey Popov – stock.adobe.com

 

Frauen besorgter als Männer, Eltern ängstlicher als Kinderlose

Jede zweite Frau sieht ein hohes oder sehr hohes Risiko darin, dass der eigene Account oder der eines Familienmitglieds beim Online-Shopping gehackt wird, bei den Männern sind es „nur“ 45 Prozent. 44 Prozent der Frauen und 41 Prozent der Männer schätzen die Gefahr, auf einen Fakeshop hereinzufallen, als hoch oder sehr hoch ein. Auch die familiäre Situation hat Einfluss auf die Einschätzung der Risiken: Mehr als die Hälfte der befragten Eltern sehen im Internet eine hohe oder sehr hohe Gefährdung von Kindern und Jugendlichen und befürchten, dass diese auf gewalttätige oder pornografische Inhalte zugreifen könnten. Bei Kinderlosen liegt der entsprechende Wert bei 37 Prozent. Fast jeder zweite Befragte zwischen 18 und 24 Jahren schätzt das Risiko hoch ein, dass er oder ein Familienmitglied durch das Downloaden von Musik, Videos oder Bildern unbeabsichtigt eine Urheberrechtsverletzung begehen könnte. Bei den über 55-Jährigen sind dies nur 30 Prozent. Die Deutschen sind sich der Risiken im Online-Bereich also durchaus bewusst.

 

Cyber-Rechtsschutz ist möglich

„Online-Sicherheit wird den Bundesbürgern immer wichtiger“, erklärt Frank Feist, Vorstand der Roland Schutzbrief-Versicherung AG. Deren Schutzbrief WebSecure etwa deckt viele Cyberrisiken ab. So werden Nutzer auf einen Missbrauch ihrer personenbezogenen Daten wie von Kreditkarten oder Social-Media-Konten hingewiesen. Sie können zudem veranlassen, dass rufschädigende oder diffamierende Inhalte gelöscht werden und der Verantwortliche abgemahnt wird. Zudem können sie Fragen rund um das Thema Datenschutz per telefonischer Rechtsberatung klären.

 

Phishing-Mails, Fakeshops oder gehackte Online-Shopping-Accounts: Die Mehrheit der Deutschen schätzt das Risiko hoch ein, dass ihre persönlichen Daten ausgespäht werden.
Phishing-Mails, Fakeshops oder gehackte Online-Shopping-Accounts: Die Mehrheit der Deutschen schätzt das Risiko hoch ein, dass ihre persönlichen Daten ausgespäht werden.
Foto: djd/Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG/weerapat1003 – stock.adobe.com

 

Viele haben schon Erfahrungen mit Risiken gemacht

Der YouGov-Umfrage im Auftrag von Roland Rechtsschutz zufolge sehen 40 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ein hohes Risiko darin, dass Daten von ihrem PC oder Smartphone an öffentlichen Hotspots ausgelesen werden könnten. Unter den älteren Befragten ist es knapp jeder Zweite. Fast jeder dritte Befragte hat bereits persönliche Erfahrungen mit Internetrisiken gemacht, knapp jeder Fünfte ist selbst schon einmal Opfer geworden. Weitere zwölf Prozent gaben an, dass eines ihrer Familienmitglieder schon einmal von Cyberattacken betroffen war. Fast jeder zweite der Betroffenen hat sich gegen einen Angriff schon einmal rechtlich zur Wehr gesetzt, fünf Prozent haben es zumindest vor.

 

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